Drei Wochen sind seit dem Einstieg in die neue Saison vergangen. Sie standen ganz im Zeichen des Aufbaus und Herantastens an höhere Umfänge. In dieser Zeit habe ich immerhin 314 Kilometer trainiert. In den nächsten 4 Wochen bis zum ersten ernstzunehmenden Wettkampf soll der Schnitt auf 110-115 Wochenkilometer steigen. Auch der seit dem Herbst veränderte Wochenrhythmus mit dem eher mittelstreckenlastigen Vereinstraining am Dienstag, zwei ruhigen Tagen gefolgt von Tempodauerlauf am Freitag und großer Runde am Sonntag scheint jetzt zu greifen. Jedenfalls haben sich die Trainingsresultate vor allem im Ausdauerbereich positiv entwickelt: Die große Runde mit jetzt etwas mehr als 33km und rund 340 Höhenmetern habe ich vergangenen Freitag in 4:58/km absolviert, das sind 7sec/km schneller als beim Einstieg. Der 15km-Tempodauerlauf ging zuletzt kontrolliert und nicht am Anschlag gelaufen in 4:08/km weg. Hier dürfte bei normaler Entwicklung in den nächsten 3-4 Wochen der 4er-Schnitt fallen. Dies wäre dann eine gute Basis auch für die Crossläufe bis zum ersten Saisonhöhepunkt.
Dass mit etwas mehr Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit schon jetzt mehr drin wäre, lässt der gestrige Neujahrslauf im rheinhessischen Dolgesheim vermuten. Während ich beim Heimrennen in Ebersheim noch völlig ohne Form nach der Zwangspause im November in ein Tempodauerlauftempo gezwungen wurde, begab ich mich dort freiwillig in diesen Modus. Dabei sprang auf der welligen und alles andere als leichten 10km-Strecke aus dem vollen Training heraus nur zwei Tage nach dem vorgezogenen langen Lauf eine 39:05 heraus. Vom Anstrengungsgrad fiel mir der Lauf im Rahmen eines Wettkampfs natürlich um vieles leichter als ein vergleichbares Solo-Training. Beide 5km-Runden waren fast auf die Sekunde gleich schnell, der letzte (leicht ansteigende) Kilometer mit 3:50 deutlich flotter als im letzten Jahr als ich, bereits im Übertraining, voll lief und hinten raus dramatisch einbrach. Letzteres konnte ich übrigens auch schon an Neujahr im Training vermeiden. Noch leicht mitgenommen von der Silvesternacht galt es eine Art Notprogramm in Sachen Tempotraining abzuspulen. Beim Einlaufen wurden die Beine allerdings zunächst einmal schwerer als leichter. Doch erstaunlicherweise reichte eine einzige Temporunde über 920m im 4er-Schnitt, um die Körperfunktionen zu reaktivieren. Danach lief das Programm aber fast wie geplant ab - wenn man einmal von der ein oder anderen erlaufenen Schlangenlinie absieht... ;-)
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