Mittwoch, 5. Dezember 2012

Geschmeidig und Tussifrei

Kennt Ihr das auch? Immer dann, wenn man fürchterlich viel zu schreiben hätte, hat man eigentlich gar keine Zeit dies vernünftig zu tun, weil man ja so viel zu tun hat. Twitter und Co. helfen da nicht weiter, weil sie für eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema ja nun nicht erste Wahl sind. Ok, zumindest für Menschen, die eher als digitale Einwanderer gelten. Obwohl ich kürzlich sogar über einen echten Nerd-Blog gestoßen und dann dort hängen geblieben bin. Geekschwister ist aber dann auch gar kein richtiger Nerd, sondern eine Nerdin und dann doch wieder nicht, weil sie gerade das reale Leben entdeckt. Gefunden habe ich die Nerdin über die Teilzeitprinzessin, die eigentlich zu eher "weiblichen" Themen schreibt, die aber irgendwie nicht unspannend sind. Letzteres hat mich dann doch etwas nachdenklich gemacht. Lesen darf ich von ihr erst einmal nichts mehr, twitterte sie jedenfalls.

Na ja, gut wäre jetzt eine "Twitter-Tussi" (auch so ein Thema) und das nicht nur, weil die - Ausnahmen bestätigen die Regel - ja oft weiblich, ledig, jung, googelnd und findend sind. Eine solche Dame könnte jetzt alle in den letzten Tagen zusammen gekommenen Gedanken hübsch (!) verpackt weiterreichen. Da mir eine solche Mitarbeiterin aber nicht zur Verfügung steht, müssen die vielen Themen dann erst einmal ohne meine veröffentlichte Meinung auskommen, was den Themen wohl am wenigsten ausmachen wird. Und intern, also beruflich und so, darf ich ja was dazu schreiben. Immerhin. Nur liest es dann jemand und versteht es auch ohne Tussi? ;-)

Ansonsten ist (sportlich gesehen) alles im Lot oder eben "geschmeidig", wie besagte Nerdin vielleicht formulieren würde. Da der eigentliche Höhepunkt des gestrigen Tages um kurz nach 20 Uhr in der Rheingoldhalle stattfand, musste ich mein Tempo-Training vorher absolvieren. Heraus kamen fast genau die Zeiten der Vorwoche, was für ein Solo-Training ganz in Ordnung ist. Der Trainer ermahnte mich dann auch direkt, jetzt nicht übermütig zu werden und beim nächstbesten Rennen schon wieder ordentliche Ergebnisse zu erwarten - um dann enttäuscht zu sein. Da mahnt er nicht ganz zu Unrecht, aber nach den vielen kleinen und großen Rückschlägen des letzten Winters bin ich doch halbwegs auf der sicheren Seite, was das anbelangt. Und solange der normale Dauerlauf noch bei knapp über 5min/km dahingeht, ist ohnehin klar, dass von einer soliden Ausdauerbasis noch keine Rede sein kann. Und dann nützen dann auch keine 200er in 35sec in Straßenlaufschuhen auf der rutschigen Bahn, auch wenn sie Spaß machen!

Schmerzhaft war das Training übrigens zu keinem Zeitpunkt. Die Schmerzen kamen erst später während der Benefiz-Gala zugunsten unseres maroden Gutenberg-Museums, das waren dann aber die überforderten Lachmuskeln.. ;-) Im ernsteren Teil der Veranstaltung war auch Thema, dass es in Mainz und Umgebung viel zu wenig Veranstaltungen mit dem Gutenberg im Namen gibt. Der Marathon gehört dazu, auch wenn er diesen holprigen Firmennamen vor sich ertragen muss. Aber das ist wieder eines dieser Themen....

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