Meine Begeisterung über die schon vor Monaten fixierten Teilnahme an der Marathonstaffel in Frankfurt hielt sich in diesem Jahr aus nachvollziehbaren Gründen in Grenzen. Der erste "Wettkampf" seit Ende Juni, vor allem aber der erste seit jenem MRT-Befund, der meine Pläne gründlich durcheinandergewirbelt hat. Seitdem sind einige Wochen vergangen, das veränderte Training köchelt noch auf kleiner Flamme und im Verein ging es gerade erst los mit dem Wintertraining. Im Ergebnis fehlte mir am vergangenen Sonntag alles: Tempohärte, Ausdauer und ein gewisses Selbstvertrauen in die aktuelle Leistungsfähigkeit. Vor dem Hintergrund war es sicher
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| Mainzelmännchen Team 1 vor dem Start |
richtig, die rund 13,6km als ersten Tempodauerlauf der neuen Saison aus dem Training heraus anzugehen. Ziel war es, knapp unter 4er-Schnitt durchzulaufen und dies gelang mit 3:55/km auch ganz gut. Allerdings schmerzten die Bein trotz des moderaten Tempos bereits nach etwa der Hälfte der Distanz. Ich weiß jetzt, wie sich Mittelstreckler fühlen, wenn sie einmal einen Ausflug auf längere Strecken wagen... ;-) Leider ließ ich dann auch kurz vor dem Ziel einen anderen Staffelläufer fast freiwillig ziehen. Auf den letzten beiden Kilometern nahm der mir dann eine halbe Minute (!) ab. Dies wäre ja nicht weiter tragisch, wenn es nicht die 30sec gewesen gewesen wären, die unsere Staffel dann von Platz 3 in der Mixed-Wertung trennte. Schade, aber jetzt auch nicht mehr zu ändern. Immerhin löste der Lauf einen ersten kleinen Schub für die Form aus. Jedenfalls absolvierte ich die Treppenrunden im Vereinstraining zwei Tage später gute 20sec pro Kilometer schneller als in der Vorwoche. So könnte die eigentlich als Saisonabschluss eingeplante Marathonstaffel vielleicht der Startschuss für einen ordentlichen Trainingsauftakt gewesen sein. Achso ja, das Knie hat auch gut mitgespielt, aktuell spüre ich vor allem noch die Anpassung an die ungewohnten Einlagen, die ich im Alltag jetzt durchgängig trage. Aber auch das wird gerade besser.

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