Wo ein Wille ist, ist ein Weg, aber wenn der nicht in die gewünschte Richtung führt, muss man über ausreichend Realitätssinn haben, um umzukehren. Der Plan von Anfang Mai war, den im März und April eingehandelten Rückstand bei der wettkampfspezifischen Ausdauer halbwegs zu kompensieren und aus der guten Form am Ende der Crosssaison Kapital zu schlagen. Der Plan ging nur ein paar Wochen auf, dann unterbrach eine angeknackste Rippe die gerade begonnene Aufholjagd. Die Ergebnisse der ersten Test-Rennen waren allerdings noch ernüchternder als befürchtet. Der sehr schwachen 20:03 beim Firmenlauf in Frankfurt folgte eine ähnlich einzuordnende 29:05 über 8,2km (6. Ges., 1. M45) beim Mainzer Drei-Brücken-Lauf. In beiden Rennen blieb ich etwa 30-45 Sekunden über dem, was ich selbst als "normale" Leistung eingestuft hätte. Danach war klar, dass brauchbare Bahnleistungen vor der Sommerpause nicht mehr möglich sein würden. Entprechend leicht viel die Entscheidung, erst einmal rauszugehen aus den Wettkämpfen und rein in die Basisarbeit. Ziel ist, in den noch verbleibenden 2 Wochen schon einmal mit dem Aufbau für die Herbstsaison zu beginnen, um nach der obligatorischen (verkürzten) Regenerationsphase leichter hineinzufinden. Schließlich wartet im August dann eine komplette Marathonvorbereitung auf mich. Aus diesem Grund erfolgte die Teilnahme am 8. Run for Children dann auch aus dem vollen Training heraus. Immerhin zeigte sich dabei, dass sich die Unterdistanzarbeit der letzten eineinhalb Jahre immer mehr auszahlt. Bei insgesamt 27 400m-Läufen, aufgeteilt in drei Schichten von jeweils einer Stunde, spulte ich beständig Zeiten von 73-79sec ab. Und dies obwohl keine einzige Runde wirklich Innenbahn gelaufen werden konnte. Das ein oder andere Mal trug es mich in der Kurve sogar auf Bahn 4 raus... ;-). Dies zumindest ist in meiner Alterklasse doch schon ganz ordentlich für ein intensives Training, oder?
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Montag, 1. Juli 2013
Und los, die zweite!
Wo ein Wille ist, ist ein Weg, aber wenn der nicht in die gewünschte Richtung führt, muss man über ausreichend Realitätssinn haben, um umzukehren. Der Plan von Anfang Mai war, den im März und April eingehandelten Rückstand bei der wettkampfspezifischen Ausdauer halbwegs zu kompensieren und aus der guten Form am Ende der Crosssaison Kapital zu schlagen. Der Plan ging nur ein paar Wochen auf, dann unterbrach eine angeknackste Rippe die gerade begonnene Aufholjagd. Die Ergebnisse der ersten Test-Rennen waren allerdings noch ernüchternder als befürchtet. Der sehr schwachen 20:03 beim Firmenlauf in Frankfurt folgte eine ähnlich einzuordnende 29:05 über 8,2km (6. Ges., 1. M45) beim Mainzer Drei-Brücken-Lauf. In beiden Rennen blieb ich etwa 30-45 Sekunden über dem, was ich selbst als "normale" Leistung eingestuft hätte. Danach war klar, dass brauchbare Bahnleistungen vor der Sommerpause nicht mehr möglich sein würden. Entprechend leicht viel die Entscheidung, erst einmal rauszugehen aus den Wettkämpfen und rein in die Basisarbeit. Ziel ist, in den noch verbleibenden 2 Wochen schon einmal mit dem Aufbau für die Herbstsaison zu beginnen, um nach der obligatorischen (verkürzten) Regenerationsphase leichter hineinzufinden. Schließlich wartet im August dann eine komplette Marathonvorbereitung auf mich. Aus diesem Grund erfolgte die Teilnahme am 8. Run for Children dann auch aus dem vollen Training heraus. Immerhin zeigte sich dabei, dass sich die Unterdistanzarbeit der letzten eineinhalb Jahre immer mehr auszahlt. Bei insgesamt 27 400m-Läufen, aufgeteilt in drei Schichten von jeweils einer Stunde, spulte ich beständig Zeiten von 73-79sec ab. Und dies obwohl keine einzige Runde wirklich Innenbahn gelaufen werden konnte. Das ein oder andere Mal trug es mich in der Kurve sogar auf Bahn 4 raus... ;-). Dies zumindest ist in meiner Alterklasse doch schon ganz ordentlich für ein intensives Training, oder? Montag, 13. Mai 2013
Viel mehr ging nicht
Das Fazit unter den gestrigen Gutenberg-Halbmarathon ist schnell gezogen. Viel mehr als die ernüchternden 1:19:15 ging wohl nicht. Und die vorletzte Woche eingefangene Erkältung, welche dann direkt in die Pollenallergie überging, spielt dabei nur ein kleine Rolle. Auch Halbmarathon ist kein Wunschkonzert. Gerade ein oder zwei ordentliche Tempodauerbelastungen waren verletzungsbedingt seit Mitte März drin. Das reicht dann einfach nicht, um die guten Werte bei der Grundschnelligkeit (kurz und sehr schnell machte der Muskel fast immer mit) umzusetzen. Auch die vergleichsweise geringen Wochenumfänge haben da nicht gerade geholfen. In den nächsten Tagen will ich nun entscheiden, wohin es nach der Sommersaison geht. Für einen vorzeigbaren Marathon (das wäre dann unter 2:45) reicht es momentan noch nicht, da fehlt eine gute Minute über den Halben. Eigentlich nicht viel, wenn ich einmal über zwei oder drei Monate sauber trainieren könnte. Wenn...
Dienstag, 12. März 2013
Cross-DM Dornstetten
Die Trainingswoche vor dem ersten wichtigen Wettkampf des Jahres verlief holprig. Die nicht einfache Oppenheimer Strecke hatte offensichtlich der sich schon in den Wochen zuvor immer mal wieder bemerkbar machenden Faszie am linken Oberschenkel nicht sonderlich gut getan. Im Ergebnis war die Muskulatur stark angespannt und die Beinbeugung deutlich limitiert. Durch einen Massagetermin am Dienstag und einen chiropraktischen Eingriff am Freitag wurde eine Teilnahme dann doch möglich. Völlig beschwerdefrei war ich aber selbst beim Einlaufen noch nicht. Umso vorsichtiger ging ich ins Rennen, was sich in Anbetracht der wirklich knüppelharten Strecke am Ende noch auszahlen sollte. Nach gut 100m auf dem Startgelänge ging es zunächst auf eine (für einen Cross) ganz gut zu laufende 600m-Runde, bevor dann drei große Schleifen von jeweils 1,8km zu absolvieren waren. In fast allen Rennen des Tages forderte der Kurs einige Opfer, die entweder nach Sturz oder falscher Renneinteilung aufgeben mussten. In meinem Rennen der M35 bis M45 erwischte es mit Damian Kallabis sogar einen ehemaligen Top-Athleten, der jetzt in der M40 angekommen ist. Setzte er sich zunächst noch forsch an die Spitze des Rennens endete es dann bereits nach einem guten Drittel der Distanz. Ich selbst fand mich zunächst im hinteren Viertel des Feldes wieder, konnte mich aber eigentlich bereits mit dem ersten der beiden zu überwindenden Hügel Schritt für Schritt nach vorn kämpfen. Durch die drei gemeinsam laufenden Altersklassen war es natürlich schwierig, auf eine mögliche Position zu laufen. Also blieb die Orientierung am Körpergefühl und dies muss mir ganz gut gelungen sein. So sprang der 12. Platz in der AK45 (nach 29 im Vorjahr) heraus, selbstverständlich auch begünstigt durch die Ausfälle vor und während des Rennens. Mit 24 Sekunden Rückstand auf die Top 10 erreichte ich mein persönliches Ziel auch deshalb klar. Viel wichtiger aber: Im Quervergleich zur DM 2012 machte ich wie zuvor erhofft auf alle anderen Teilnehmer beider Rennen zum Teil erheblich Boden gut und ließ einige auch hinter mir. Darunter auch der ein oder andere Athlet, der 2012 erheblich bessere Leistungen ablieferte als ich selbst. Klar, das spielt die Tagesform auch ein Rolle, doch die positive Grundtendenz ist erkennbar. Das Gespräch mit meinem Trainer bezüglich der Ziele für das Frühjahr fiel dann auch nur knapp aus. Gesundheit vorausgesetzt will ich den eingeschlagenen Weg weitergehen und den Schwerpunkt auf die Bahndistanzen von 3000m bis 5000m legen, mit Ausflügen auf die Straße bis hoch zum Halbmarathon. Dies ist keine Entscheidung gegen den Marathon, sondern für die kürzeren Distanzen und natürlich auch meine Trainingsgruppe. Mit der zuletzt offenbar Früchte tragenden Trainingsmischung wäre ich mit zweiten Halbjahr ohnehin jederzeit in der Lage, auch eine Marathonvorbereitung erfolgreich zu absolvieren.
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